Zwei Remis gegen Österreich: Spaniens U21 mit blauem Auge zur EM

Die spanische U21-Nationalmannschaft fährt nach zwei Unentschieden im Playoff gegen Österreich dank eines Auswärtstors zur EM nach Polen. © Pixabay.com/DasWortgewand
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Österreich bietet der mit Topstars gespickten spanischen Auswahl auch im Qualifikationsrückspiel zur U21-EM Paroli. Am Ende entscheidet ein Auswärtstor zugunsten des Favoriten.

16.000 Zuschauer pilgerten Dienstagnachmittag in Erwartung einer Fußball-Fiesta ins Estadio Carlos Belmonte in Albacete. Auf dem Spiel stand in der 170.000-Einwohner-Stadt südwestlich von Valencia immerhin nicht weniger als die Teilnahme an der U21-Europameisterschaft im kommenden Sommer in Polen.

Dabei hätte diese für die jungen Spanier eigentlich eine schlichte Formsache sein sollen, nachdem ‚La Rojita‘ in der Qualifikationsgruppe 6 hinter Schweden allerdings nur Zweiter wurde, musste man den Umweg über das Playoff gehen. Und hier sollte sich Österreich fast als Partyschreck erweisen.

Denn trotz der augenscheinlich heillosen Außenseiterrolle auf dem Papier, wollte die rot-weiß-rote U21 nicht nur den Sparringspartner für den haushohen Favoriten geben. Vergangenen Freitag hatte Österreich im Hinspiel in St. Pölten überraschend ein 1:1 geholt und damit den Glauben an die Sensation gestärkt. Für das Auswärtsspiel in Albacete bekam Teamchef Werner Gregoritsch dann noch Unterstützung aus dem A-Team: Das Offensivtrio Alessandro Schöpf, Louis Schaub und Trainer-Sohn Michael Gregoritsch trat die Reise zum Rückmatch in Spanien an.

Spaniens U21-Coach Celades: „In der ersten Hälfte sehr angespannt“

Die Österreicher legten einen forschen Start hin und ließen das erwartete Angriffsfurioso der Iberer erst gar nicht aufkommen. „In der ersten Hälfte waren wir sehr angespannt. Ich weiß nicht, ob das der engen Situation geschuldet war“, räumte Spaniens Coach Albert Celades nach dem Spiel ein.

Dabei hatte er für die beiden Entscheidungsspiele alles, was Rang und Namen hat, antreten lassen. Mit Saúl Ñíguez, José Gayà und Iñaki Williams standen Stammspieler von Atlético Madrid, Valencia und Athletic Bilbao im Aufgebot, Marco Asensio, Denis Suárez und Munir El Haddadi gehören dem erweiterten Stamm von Real Madrid, Barcelona und Valencia an.

Nach der Pause präsentierte sich das spanische Starensemble – laut transfermarkt.at ist der Marktwert des Kaders mehr als acht Mal so hoch wie jener der Österreicher – deutlich stärker und spielerisch überlegen. „In der zweiten Hälfte haben wir uns stark verbessert und hatten Chancen auf zwei oder drei Tore“, erkannte auch Celades.

Celades lobt Österreich-Goalie Daniel Bachmann

Gefallen ist jedoch keines, was vor allem an Österreichs Torhüter Daniel Bachmann lag. „Tatsächlich war er ihr bester Spieler“, lobte der gegnerische Trainer den Klubkollegen von Marko Arnautović bei Stoke City, der dort allerdings maximal in der zweiten Mannschaft zum Einsatz kommt.

„Wir sind sehr glücklich, weil wir uns der Schwierigkeit einer Qualifikation für die Europameisterschaft bewusst sind.“ – Albert Celades

Ein besonders Erlebnis war die Partie wohl auch für ÖFB-Defensivstar Philipp Lienhart. Der Real-Madrid-Legionär verteidigte diesmal 90 Minuten lang gegen Borja Mayoral, mit dem er die letzten beiden Saisonen gemeinsam für die zweite Mannschaft beziehungsweise die U19 der ‚Königlichen‘ gespielt hatte. Seit Sommer ist der 19-jährige Angreifer an den VfL Wolfsburg verliehen.

Am Ende verabschiedeten sich Lienhart und Co. mit dem Achtungserfolg, gegen den ewigen U21-EM-Favoriten im Playoff ohne Niederlage ausgeschieden zu sein. Und auch die Spanier waren zufrieden: „Wir sind sehr glücklich, weil wir uns der Schwierigkeit einer Qualifikation für die Europameisterschaft bewusst sind“, erklärte Celades auf der Pressekonferenz nach dem Spiel. Wenn Teams wie Frankreich, Kroatien, die Niederlande oder Belgien diese verpassen, lässt das erahnen, wie kompliziert es ist, die Endrunde zu erreichen.“

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